Mittwoch, 10. Januar 2018

Vorsicht! Die Hochzeit des Lammes!

Heute wollen wir uns über das wohl wichtigste Thema des Lebens sprechen. Das Wichtigste deshalb, weil die Hochzeit des Lammes mit dem leiblichen Tod zu tun hat - und einige wissen es vielleicht bereits - sterben werden wir alle! Wichtig ist das Thema insofern, weil es beide zutiefst berührt, sowohl diejenigen die an das Lamm glauben als auch jene, die nicht an das Lamm glauben.

Am Ende werden wir folgende Fragen beantwortet haben:


1. Was sagt die Schrift, wann und wo die Hochzeit des Lammes stattfindet?
2. Wie geht diese Hochzeit vonstatten?
3. Weshalb sind die Törrichten Jungfrauen törricht?

Aber lass uns der Reihe nach gehen, damit eines auf dem anderen aufgebaut werden kann.

Reden wir zuerst über den Geist. Nicht irgend ein Geist und auch nicht über den Heiligen Geist. Sondern über denjenigen Geist, von dem Paulus schreibt:

"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib, werde unsträflich bewahrt bei der Wiederkunft unsres Herrn Jesus Christus!" (1. Thess. 5. 23)

Dieser Vers wirft zwei fundamentale Fragen auf. Erstens, weshalb schreibt Paulus überhaupt, dass wir unsträflich bewahrt sein sollen und weshalb wir durch und durch geheiligt werden sollen? Sind wir denn nicht durch den Glauben geheiligt? Sind wir nicht durch den Glauben, dass Jesus uns von aller Sünde reingewaschen hat, bereits unsträflich? Attestiert denn Paulus nicht den Thessaloniker den Glauben am Anfang desselben Briefes "da wir uns unablässig erinnern an euer Glaubenswerk und eure Liebesarbeit und euer Beharren in der Hoffnung auf unsren Herrn Jesus Christus, vor unsrem Gott und Vater." Glauben ist bei ihnen offenbar vorhanden samt Liebeswerken, weshalb also soll Leib, Seele und Geist unsträflich bewahrt bleiben? Also ich denke, die Sache mit dem Glauben allein bekommt doch etwas Schieflage.

Die zweite Frage ist: von welchem Geist spricht hier Paulus? Er nennt dabei Leib, Seele und Geist.

Alle drei sollen unsträflich bewahrt bleiben. Wäre da der Heilige Geist gemeint, wäre diese Aussage widersinnig, denn der Heilige Geist ist schon Heilig und unsträflich. Nein, deshalb ist klar: Paulus spricht vom menschlichen Geist, vom des Menschen eigener Geist und sagt entgegen vieler alttestamentlicher Bibelausleger, dass der Mensch aus aus den drei Teilen von Leib, Seele und Geist besteht.

Aber auch Petrus spricht vom Menschen eigenem Geist:

"... nach der Vorsehung Gottes des Vaters, in der Heiligung des Geistes, zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blute Jesu Christi ..." (1. Petr. 1. 2)

und dann gibt es nochmals eine Bestätigung, dass jeder Mensch einen eigenen Geist hat:

"Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes" (1. Kor. 2. 11)

Und wers noch nicht glaubt, dem sei folgendes in Erinnerung gerufen:

"Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist aus Gott, so daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist;" (1. Kor. 2. 12)

und damit sagt Paulus noch etwas ganz wichtiges nebenbei: Wir haben empfangen den "Geist aus Gott" und das Wort sagt, dass es daneben auch einen Geist der Welt sein kann, der das Herz bewohnt.

Und so konnte Paulus auch sagen:

"Denn Gott, welchem ich in meinem Geist diene am Evangelium" (Röm. 1. 9)

Paulus hat also Gott gedient aus seinem eigenen Geist. Damit sollte hinlänglich belegt sein, dass jeder Mensch seinen eigenen Geist hat. Sei es nun ein Geist von der Welt oder ein Geist von Gott.

Hat der Mensch diesen Geist schon immer, also seit Adam, oder erst seit der Kreuzigung Jesu? Diese Frage ist eigentlich leicht zu beantworten. Schon im Schöpfungsbericht heisst es, dass Gott den Menschen zu seinem Ebenbilde gemacht hat. Auch Adam hatte einen Geist aus Gott. Und dieser Geist Adams war das Ebenbild, weil der Geist Adams ein Teil von Gott war. Ein Gottesteilchen, sozusagen

Also der menschliche Geist mit Leben erfüllt, ist der menschliche Gottespart. Man kann auch sagen der Gegenpart zu dem materiellen Leib. Bei Adam vor dem Fall war es so, dass sein Geist sehr stark und voller Leben war und dieser Adamsgeist hatte auch Verkehr mit Gott, er konnte die Engel sehen und diese lehrten ihn alles, was er in dieser materiellen Welt wissen musste oder wollte. Sein eigener Leib diente ihm als Knecht, tat, was Adam, das heisst seine Seele wollte. Es war ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leib, Seele und Geist.

Die Seele ist das Bewusstsein, das Selbstbewusstsein und ist das, was man im Allgemeinen als Mensch bezeichnet.

Nun, beim Fall Adams wurde dieses ausgewogene Verhältnis gestört. Durch den Freien Willen hat sich Adam für die Genüsse dieser materiellen Schöpfung entschieden und was passierte dann? Was passierte dann, was Auswirkung bis zum heutigen Tag hatte und man im Allgemeinen als Erbsünde bezeichnet?
Was dort geschah im Garten Eden mit der Eva war genau das, was Paulus sagte: Ein Kampf des Fleisches wider den Geist und umgekehrt. Eva unterlag der Genusssucht, wie geschrieben steht:

"Als nun das Weib sah, daß von dem Baume gut zu essen wäre und daß er eine Lust für die Augen ..." (1. Mose 3. 6)

sie sah mit den Augen die Lust und der Gaumen regte sich, weil dieser "Apfel" sicher sehr gut schmecken würde.

"Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und das hoffärtige Leben, kommt nicht vom Vater her ...", (1. Joh. 2. 16)

sagt Johannes. Die Augenlust und die Fleischeslust hat nun das bewirkt, dass die Lust, der materielle Genuss, eben die Fleischeslust und die Augenlust, um nur diese beiden zu nennen, überhand nahm. Das heisst nichts anderes, als dass die Liebe zu Gott sich gewandelt hat hin zum materiellen Vergnügen.

Die verheerenden Folgen dadurch war, dass der menschliche Geist, der in Verbindung mit Gott steht, sich zurückzog, insoweit der Geist dieser Welt stärker wurde. Wenn der Geist nun nicht mehr oder weniger gefragt ist, dann zieht er sich zurück. Das ist genau so wie mit einem Muskel. Braucht man einen Muskel nicht mehr, entwickelt er sich zurück und ist kaum mehr zu gebrauchen. In gleicher Weise ist es mit dem Geist. Wendet sich die Seele vom Geist ab und zeigt mehr und mehr Interesse und Liebe für die Wünsche des Leibes, dann verkriecht sich der Geist in die hinterste Ecke des Herzens. Dieses Herz wird dunkler und dunkler, bis es kein Leben und kein Licht mehr in sich hat.

Das Lamm

So, nun wollen wir uns fragen, was das denn mit der Hochzeit des Lammes zu tun hat. Und vor allem, wer ist der Bräutigamm und wer ist die Braut? Ich weiss, die Braut ist der Gläubige und das Lamm ist Jesus. So wird es gelehrt. Besser verständlich ist es, wenn wir das Brautpaar umbenennen. Als Braut bezeichnen wir die Seele und der Bräutigamm ist der Geist. Die Braut, also ist die Seele des Gläubigen und der Bräutigamm das Gottesteilchen, das zwar kein Teilchen mehr ist, sondern so gewachsen, dass er die Seele durchdringt. Das ist das Einswerden. und dieses Einswerden von Seele und Geist, also von dem Gläubigen mit Jesus, ist die Hochzeit des Lammes.

Wohl wird nun jemand einwenden, dass nach Offenbarung 19 dieses Hochzeitsmahl dereinst im Himmel stattfindet. Und das ist auch richtig so. Dieser Einwand ist berechtigt.

Doch wo ist der Himmel? Ist er dort, wo die Wolken sind? Dort wo einem die Satelliten um die Ohren fliegen? Oder noch weiter, bei Saturn oder gar Sirius? Was ist, wenn wir dort nicht auf Jesus, sondern auf Annunaki oder Aliens treffen?

Oh nein, der Himmel ist nicht dort, von dem wir reden. Wir reden nicht vom Natürlichen, vom materiellen Himmel, sondern vom Geistigen.

Jesus sagt: "Man wird nicht sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist inwendig in euch." (Luk 17. 21)

Der Himmel ist also im Herzen. Wenn Jesus in uns lebt, dann lebt Er in und mit unserem menschlichen Geist, der ja ein Teil Gottes ist.
Diese Vereinigung der vom Geist durchfluteten Seele mit dem vom Heiligen Geist durchfluteten Geist des Menschen, hat nach dem Ablegen des materiellen Leibes eine sehr wichtige Folge.

Die Seele wird zum Leib des Geistes! Darum die Notwendigkeit, dass beide, also Seele und Geist schon vor dem Ablegen des Leibes innig vereint werden.

Was passiert, wenn diese Vereinigung nicht stattfindet, wie das bei den allermeisten Menschen der Fall ist? - Darum auch die Aufforderung "Vorsicht! Die Hochzeit des Lammes", denn der Tag, wo diese Hochzeit bei jeden einzelnen stattfinden kann oder sollte, kommt wie ein Dieb in der Nacht! Kommt der sogenannte "Tod" und man ist nicht vorbereitet, dann - Gute Nacht!

Die Seele wird alleine ohne Geist im Geistigen Reich umherirren. Die Seele ist dann gleich einem wilden Tier, denn ein Tier hat ebenfalls keinen Geist. Die Seele ohne Geist ist orientierungslos, sie ist Single und ist auch im Geistigen Reich ihren mitgenommenen Trieben, Gelüsten und Leidenschaften ausgesetzt. Die Seele ohne Geist ist unruhig und verzweifelt.

Alle Apostel in der Schrift sprechen von der Wichtigkeit der Heiligung der Seele, die allerdings nur durch den Glauben stattfinden kann. Aber sie muss stattfinden, die Seele muss sich noch hier auf der Erde zur Hochzeit vorbereiten, sie muss sich heiligen lassen, wie es die Apostel sagen. Die Törrichten Jungfrauen vertrauen einfach auf den Apologeten-Glauben und sagen, "Es wird schon alles gut - ich glaube ja!"

Nun wirst Du Dich vielleicht fragen "wie weiss ich, dass ich zur Hochzeit bereit bin?"

Nun, das ist genauso wie bei einer üblichen, menschlichen Hochzeit. Der Bräutigam sagt zur Braut: "Ich liebe Dich" und die Braut versteht ihn. Auch die Kluge Jungfrau vernimmt die Stimme wenn der Bräutigamm ruft, denn Jesus sagt "meine Schafe hören meine Stimme". Diese Stimme kann durchaus auch einfach in klaren Gedanken sein, auf jeden Fall ist es das, was wir schon oft als "das Zeugnis Jesu" beschrieben haben. Bei dieser Stimme geht es einfach darum, dass man den klaren Willen Gottes vernimmt, genau so wie es bei einem menschlichen Brautpaar: die Braut versteht den Willen des Bräutigamms. (Wird heute zwar nur noch reziprok verstanden - das ist jedoch nicht das Thema)

"Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereit gemacht." (Offb. 19)

Nutzen wir die Zeit für die Hochzeitsvorbereitung!




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Jesus segne Dich!