Mittwoch, 26. Dezember 2012

Leben Engel unter uns? III


 

Die fesselnde Geschichte von Tobias hat uns eindrücklich gezeigt, daß an sich unsichtbare Engel durchaus unerkannt sich wie ein Mensch auf Erden bewegen und sich unterhalten kann. Ein Engel in einem menschlichen Körper? Es scheint, daß es ein menschlicher Leib ist, ist es aber nicht. Denn ein materieller Leib eines Engels stammt nicht aus der Blutlinie Adams.

Raphael ist ein Göttlicher Engel im Himmel. Der segensreiche Auftrag, den er in der Geschichte Tobias erfüllte, war ein klarer Auftrag Gottes. Raphael und alle andern Engel im Himmel handeln nicht nach eigenem Willen, sondern tun, was der Herr will. Das heißt aber nicht, daß sie nicht einen eigenen Willen hätten und nicht tun könnten, was ihnen selbst wohlgefiehle. Sie hätten durchaus die Möglichkeit, den Willen Gottes zu ignorieren und das tun, wonach ihre eigenen Begierden gelüsten. Nur – das hätte natürlich knallharte Konsequenzen. Auch dafür gibt es ein biblisches Beispiel. Es gab Engel, ja sogar Cherube, welche diese Erfahrung schon gemacht haben. Dabei müssen wir nun unterscheiden zwischen dem Fall Luzifers, welcher schon früher geschah und dem Fall dieser Cherube, welche ihre Aufgabe als Wächter des Thrones Gottes missbraucht haben und demzufolge – wie einstmals Luzifer – aus dem Himmel verwiesen wurde. Diese Geschichte lesen wir im 1. Mose 6. 1 ff:

"Als sich aber die Menschen zu mehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, sahen die Söhne Gottes, daß die Töchter der Menschen schön waren und nahmen sich von allen diejenigen zu Weibern, welche ihnen gefielen. Da sprach der HERR: Mein Geist soll den Menschen nicht ewig darum strafen, daß auch er Fleisch ist, sondern seine Tage sollen hundertundzwanzig Jahre betragen! Die Riesen waren auf Erden in jenen Tagen, und zwar daraufhin, daß die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen kamen und diese ihnen gebaren. Das sind die Helden, die von alters her berühmt gewesen sind."

Der Apostel Judas nahm auf diese Geschichte Bezug, als er schrieb: "und daß er die Engel, welche ihr Fürstentum nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen, für das Gericht des großen Tages mit ewigen Banden unter der Finsternis verwahrt hat;" (Vers 6)

Also, diese Cherube oder diese Wächter waren Engel, auch Gottes Söhne genannt. Wie wir nun wissen, war und ist es für Engel ein Leichtes, sich einen materiellen Leib anzueignen. Dabei ist es ein ebenso Leichtes, diesem Leib eine Form nach ihrem eigenen Gutdünken zu geben und in diesem Fall ist es nicht schwer zu erraten, welche menschliche Form diese Engel wählten. Um den menschlichen Töchtern zu gefallen, welche sie sich auserwählt haben, erschienen sie ihnen als flotte, kräftige Jünglinge.

Die Frucht dieser Verbindung der Göttlichen Väter, welche ja nicht in der Blutlinie Adams waren mit den menschlichen Töchtern war dann auch etwas Aussergewöhnliches. Das Ergebnis dieser Verbindungen waren dann nicht Menschen aus Adam, sondern halb Götter, halb Menschen. In der Bibel steht zwar nur daß diese unnatürliche Nachkommenschaft "Riesen" wären und geht nicht näher darauf ein. Diese "Riesen" begegnen uns dann im Alten Testament immer wieder, sei es bei den Kanaaniter, vor denen die Israeliten Angst hatten, sie zu überwältigen oder sei es bei David, welcher hingegen keine Angst hatte, den Riesen Goliath zu bekämpfen. Andere Schriften nennen diese Riesen auch Nephilim. Ausser Goliath kennen wir noch weitere Namen dieser Nephilim, etwa Gilgamesch, Zeus, Herkules, Re, Neptun, Herakles, Apollo und wie die alten Götter, eben die Helden, die von alters her berühmt gewesen sind, alle auch heißen mögen.

Die Eigenschaft dieser Nephilim aber war nicht nur die überragende Körpergrösse. Es gab Hybriden, halb Mensch, halb Tier. Das ist damit zu erklären, daß das ganze DNA-Gefüge ausser Rand und Band geraten ist. Die seit Adam weitergegebene Gen-Struktur wurde durch die nicht menschlichen Väter zerstört.

Diese Himmlischen Väter haben aber nicht nur Nachkommen mit Menschen gezeugt. Sie haben den Menschen Himmlische Geheimnisse verraten wie das Kriegshandwerk, die Astronomie usw. Das Buch Henoch gibt uns darüber Auskunft. Auch wenn dieses Buch Henoch nicht Bestandteil des Kanon ist, so ist es immernoch eine interessante Informationsquelle, zumal der Apostel Judas (im Vers 14) in seinem Brief auf eben dieses Buch Henoch Bezug nimmt.

Für diese Vergehen sind die Engel, die zweihundert Cherube, wie Henoch schreibt, von Gott schwer bestraft worden. Sie wurden gebunden bis auf den Tag des Jüngsten Gerichts. Sie sind schwerer bestraft worden als Luzifer. Letzerer ist lediglich aus dem Himmel verstossen, kann sich soweit frei bewegen, er geht auf der Erde umher (wie ein brüllender Löwe), er erscheint täglich vor Gottes Thron (um die Gläubigen zu verklagen) und er herrscht in den Lüften. Die 200 Cherube aber sind gebunden und haben keine Möglichkeit, sich zu rühren.

Das Treiben dieser Nephilim, welche sich ja wieder mit menschlichen Frauen verbunden haben, war so arg, daß die Menschenrasse sich so verändert hatte, daß es eben keine reine Menschen mehr waren – bis auf Noah und seine Familie. Gott hatte keine andere Möglichkeit, als diese entartete Menschenrasse zu vernichten.

Wie wir aber aus der Heiligen Schrift wissen, wurden durch die Sintflut nicht alle Nephilim vernichtet, einige überlebten, welche sich dann auch wieder vermehrten und vor allem im Gebiet Mesopotamien (Sumerer), Libanon bis Ägypten anzutreffen sind. Nicht nur die Bibel, sondern alle Kulturen berichten von diesen Nephilim, welche einstmals als Götter den Eingang in die Mythen und Historie gefunden haben.

Eines Tages sind diese Nephilim aber ausgestorben (man nimmt das wenigstens an). Aber was geschah mit einem Nephilim, der starb? Hatte er ebenfalls eine Art Seele und was geschah mit dieser nach seinem Tod? Diese Fragen sind besonders heute sehr wichtig, weil diese Nephilim sich nun in dieser Endzeit wieder rege betätigen.

Die Geister dieser Nephilim nennen wir die Dämonen. Diese sind keinesfalls gebunden, sondern gehen wie Luzifer frei auf dieser Welt umher und suchen, wen sie verschlingen können. Wenn wir uns Dämonen vorstellen, dann stellen wir uns Wesen in Form eines Drachen, eines Tieres oder halb Mensch, halb Tier vor. Genau so, wie sie eben sind. Oder Reptiloiden, Schlangen, Heuschrecken, Fröschen und Kreuzungen davon aber immer mit übermenschlicher Intelligenz.

Auch diese Nephilim oder eben: Dämonen haben die Möglichkeit, Menschliche Leiber anzunehmen. Aber nicht wie ihre Väter, denn diese Leiber sind nun nicht materiell, aber sie können ihre Leiber den Menschen materiell "erscheinen" lassen. Aber nicht nur ihre Leiber, sondern auch andere materielle Objekte. Für die betreffenden Menschen sind diese Erscheinungen dann echt und sie sind Glaubens, diese Erscheinungen als absolut feste materielle Objekte wahrzunehmen. Mit dieser Fähigkeit haben diese Dämonen nun die allerbesten Möglichkeiten, unter den Menschen eine riesige Verwirrung zu stiften. Wie ihnen das gelingt, zeigt die New-Age-Bewegung und die Esoterische Szene – und wie diese Einflüsse auf die Kirchen übergreifen, ist ja unschwer zu erkennen.

Wie diese Dämonen fast die gesamte Menschheit zum Narren halten, wollen wir im nächsten Teil sehen.

 

Jesus segne Dich!

 

 

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Leben Engel unter uns? II


 

Wie wir im ersten Teil dieses Aufsatzes festgestellt haben, haben Engel die Fähigkeit, einen Körper zu materialisieren. Das hat uns zur Erkenntnis geführt, daß Engel als Geistwesen Herr über die Materie sind und wenn sie einen Leib materialisieren können, müssten sie ja auch die Macht haben, andere feststoffliche Gegenstände zu vergegenständlichen. Ausserdem haben wir erfahren, daß materialisierte Engel gehen, schlafen, essen und reiten können und sich damit den Anschein geben können, daß sie sich zum Menschen in nichts unterscheiden.

Wer die Bibel nur oberflächlich oder als Geschichtsbuch liest, könnte jetzt diese Feststellung als reine Mär bezeichnen – und ich könnte ihm das nicht einmal übelnehmen. Aber "materialisierte Engel" ist kein Hollywood-Thema, es ist biblische Wahrheit und im Verlauf dieses Aussatzes werden wir sehen, was Engel mit diesen Fähigkeiten so alles unter den Menschen angestellt haben. Dabei wollen wir vor allem für die nachfolgenden Teile zwei entscheidende Punkte im Auge behalten: Engel können materialisieren, die einen gegenständlich, andere aber nur in der Erscheinlichkeit, was aber für den betreffenden Beobachter keinen Unterschied macht. Der zweite Punkt betrifft den Leib, in dem sie in Erscheinung treten können. Obwohl sie essen und trinken können, brauchen sie diese Nahrung nicht, obwohl sie schlafen können, brauchen sie diesen Schlaf nicht, weil es in der geistigen Welt keinen Schlaf mehr gibt. Und so gibt es einen ganz wesentlichen Unterschied zum Leibe eines Menschen: Ein durch Engel materialisierter Körper entstammt niemals der adamitischen Blutlinie!

Eine wunderbare und wahre Geschichte eines gläubigen Gottesmannes gibt uns Aufschluss darüber, wie Engel, von Gott beauftragt, großen Segen wirken können. Da war also dieser Gottesmann, dessen Glauben so gross war, daß er sich gegen das System wandte und Verbote der Regierung ignorierte um das zu tun, was Gott wohlgefiel. Und so kam es, daß er alt wurde und eines Tages gedachte er einem Schuldbrief, den er von einem Freund erhielt, dem er viel Geld borgte. So beauftragte er seinen Sohn, der ebenfalls ganz treu im Glauben stand, in eine fremde Stadt zu reisen, um den besagten Schuldschein einzulösen. So weit so gut. Das Problem war nur, daß der Sohn den Weg nicht kannte und dieser Weg sehr gefährlich war. Der Vater, inzwischen blind geworden, bat den Herrn um göttlichen Beistand. Und wie das schon seit Urzeiten so war, daß Gottesfürchtigen Menschen den göttlichen Beistand nicht versagt bleibt, erhielt er ihn auch. So meldete sich zur richtigen Zeit und am richtigen Ort ein Jüngling, der die Anfrage für die erhoffte Begleitung für die beschwerliche Reise bereitwillig annahm. Dieser gab wohl (s)einen Namen an, welcher ihn als vertrauenswürdig auswies.

Während Wochen waren nun der Sohn und der Jüngling beisammen und nicht wies darauf hin, daß dieser Jüngling ein gottgesandter Engel war, wie es dann am Schluss der Geschichte geoffenbart wurde und als alle das erführen, fast zu Tode erschraken. Dieser Engel war der Engel Raphael und nachzulesen ist die Geschichte in der Bibel im Buch Tobias.

Diese Geschichte bestätigt die schon zitierte Aufforderung im Hebräerbrief: "Gastfrei zu sein vergesst nicht, denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt" (Hebr. 13. 3).

Dieses Beispiel zeigt das segensreiche Wirken eines Engels, der von Gott gesandt wurde. Diese Engel tun nichts von sich aus, sondern sie sind der Arm Gottes, welcher einzig nur Seinen Heiligen Willen erfüllen.

Aber es gibt nicht nur Engel, welche den Willen Gottes erfüllen, es gibt auch Engel, welche ihren eigenen Willen realisieren wollen und dies auch tun, zum Leidwesen der Menschen, welche diese geistigen Begebenheiten nicht erkennen wollen oder können.

Es gibt nicht nur göttliche Engel, es gibt auch gefallene Engel. Daß solche Geistwesen die selbe Fähigkeiten – oder sagen wir vielleicht treffender: beinahe dieselben Fähigkeiten haben, werden wir in der Folge sehen.

Paulus hatte in dieser Sache mehr als viele andere Menschen eine ganz klare Sicht. Er wusste, daß Engel als Menschen erscheinen können, auch gefallene Engel! Er sagte: "Aber wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium predigen würde außer dem, was wir euch verkündigt haben, der  sei verflucht!" (Gal. 1. 8) Beachten wir hierbei genau, wie Paulus sich ausgedrückt hat: Engel vom Himmel. Wenn wir in der obigen Geschichte vom Engel Rafael  als einem Engel im Himmel gelesen haben, also einem Engel, der aus der Göttlichen Herrlichkeit entsandt wurde, lesen wir hier von Engel vom Himmel. Das sind Engel, welche einst ebenfalls im Himmel waren, danach aber aufgrund ihrer Verfehlungen, wie wir noch sehen werden, von dort ausgestossen wurden.

Seit Paulus haben wir nun gesehen, daß es viele Engel gab, welche ein anderes Evangelium gepredigt haben. Ein solcher Engel aus der Hölle war zum Beispiel Mohammed, welcher den Islam erfand. Er gab vor, den Koraninhalt von seinem Gott erhalten zu haben, was ja eigentlich nicht von der Hand zu weisen ist, nur dieser sein Gott war Allah, von dem viele Bibelforscher glauben, er sei Satan selbst. Auch ich habe diese Meinung lange vertreten, bin dann aber zu anderer Überzeugung gekommen, denn Allah ist abgeleitet von Al-ilah (der Gott), und vor der islamischen Zeit war Al-ilah ein Mondgott, der in der Kaaba verehrte wurde. (Die Mondsichel im islamischen Wappen legt darüber beredtes Zeugnis ab.) Da er also einer der vielen Götter gewesen ist, war (oder ist) er ein Nephilim, also nach seinem Tode ein Dämon. Das nur am Rande, wir kommen aber noch auf die Nephilim und deren Väter zu sprechen.

Dieser Dämon Allah ist also ein Engel vom Himmel, von dem Paulus sagt, er sei verflucht, des anderen Evangeliums wegen.

Einem solchen (gefallenen) Engel ist auch Claude Vorilhon aufgesessen, welcher seither ein ganz neues – und der scheinbaren Glaubwürdigkeit wegen – ein sehr gefährliches Evangelium predigt und damit  eine relativ große Anhängerschaft erworben hat.

In der Zukunft werden wir eine gewaltige Verwirrung erfahren durch diese Engel, welche nun immer mehr und immer klarer in Erscheinung treten. Die ist aber keine Zukunftsprognose oder Prophetie, denn diese Verwirrung hat bereits angefangen und tritt in verschiedenen Bereichen zutage.

Bleib dran!

 

Jesus segne Dich!

 

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Leben Engel unter uns? I


 

Natürlich leben Engel unter uns, wenn wir die Frage so verstehen, ob Engel geistig mit uns sind. Nun, das dürfte hoffentlich keine Frage mehr sein, denn das materielle und das geiustige Leben geht Hand in Hand und man kann das nicht trennen. Man kann also nicht sagenh, hier istr die Materie und dort das Geistige.

Aber darauf zielt die Frage nicht ab. Vielmehr geht es mir darum, ob Engel materiell unter uns sind, also nicht in einem Geist-Leib, sondern in einem materiellen Leib, der denen von uns Menschen nicht zu unterscheiden ist.

Die Bibel erzählt uns einige Male, daß Engel in ihrem Geist-Leib den Menschen erschienen, das bekannteste Beispiel ist wohl die Erscheinung des Erzengel Gabriel bei Maria, als er ihr die Schwangerschaft und die Geburt Jesu verkündete. Viele andere Geschichten in der Heiligen Schrift legen von solchen Erscheinungen Zeugnis ab. Und jedesmal hatte eine solche Erscheinung dieselbe Folge beim Menschen: sie fürchteten sich, sie waren im ersten augenblich wie gelähmt, ja es standen ihnen die "Haare zu Berge" und sie hatten eine Gänsehaut. Deshalb waren die ersten Worte dieser Gottgesandten Engel immer: "Fürchte dich nicht".

Etwas ganz anderes ist es aber, wenn ein Engel in einem, sagen wir mal: "angenommenen" materiellen Leib erscheint. Dann wäre dieser Engel von einem "normalen" Menschen nicht mehr zu unterscheiden. Gibt es solche Erscheinungsformen? Leben Engel unter uns – und wir wissen es nicht?

Paulus (beziehungsweise der Hebräerbrief-Schreiber) hat diese Frage nie gestellt. Er ging davon aus, daß unter den Menschen Engel leben ohne daß erstere dies merken. In einer kurzem Bemerkung stellt er fest: "Gastfrei zu sein vergesst nicht, denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt" (Hebr. 13. 3)

Diese Bemerkung wirft viele Fragen – und beantwortet aber auch viele.

Wenn Engel schon bei uns eingekehrt sein könnten ohne daß wir das wissen, dann heißt das: Engel können einen menschlichen Leib materialisieren und diesen natürlich wieder auflösen. Damit stehen die Engel über der Materie und diese ist ihnen untertan, sie beherrschen die Grenzen zwischen Geist und Materie – oder anders ausgedrückt: sie kennen keine Grenzen zwischen Geist und Materie!, diese beiden gehören zusammen und sind demnach nicht zu trennen!

Wie wir noch sehen werden, widmet die Bibel ein ganzes Buch dieser Frage und beschreibt, wie ein Engel einen genau definierten Auftrag auf Erden ausführen  muß, der einige Wochen Zeit in Anspruch nahm – und keiner der beteiligten Personen merkte etwas!

Ein materialisierter Engel kann gehen, sich kleiden, essen, hören, sprechen, reiten – ja, er kann alles, was ein Mensch auch kann. Er kann aber noch mehr: plötzlich auftauchen und ebenso plötzlich wieder verschwinden.

Daß dies aber nicht nur interessante oder lustige Geschichten sind, werden wir in der Folge noch sehen.

Ein Erlebnis möchte ich hier wiedergeben, das ich der Webseite "Lebenswinke" entnommen habe. Wenn der Autor dieses Berichtes hier von Jesus spricht, so glaube ich ihm das, es kann aber genau so gut ein Engel sein. Eine Handlung, den ein Engel im Namen und im Auftrag Jesu tut, ist dieselbe, wie es Jesu selbst täte.

Begegnung in Hameln: 2003

Ein Freund, ja mehr noch ein Bruder war zu Besuch bei uns. Wir hatten uns auf diese Begegnung gefreut, und ich sagte unwillkürlich, daß wir doch nach Hameln fahren möchten und wer weiß, vielleicht treffen wir Jesus. Wir waren alle in einem Hochgefühl, und von daher waren diese Worte auch keine Blasphemie, sondern waren schon tief aus dem Herzen. 

Die Kinder waren begeistert, und so fuhren wir denn auch schon los, und wir zeigten unserem Besucher einige schöne Stellen in dem Städtchen, u.a. auch den Dom und das Hochzeitshaus mit seinem Glockenspiel. Hameln ist bekannt wegen der Geschichte vom Rattenfänger und besitzt wunderschöne Sandsteinhäuser, auch Fachwerkhäuser aus früheren Zeiten, die nach dem Krieg und vor allem in den 60er Jahren wieder vollständig hergerichtet wurden. 

Wir standen nun vor der großen Treppe am Marktplatz auf der Seite, wo sich über uns das Glockenspiel des Hochzeitshauses befindet. Es war um die Mittagszeit, aber das Glockenspiel mit der Rattenfängerthematik hatten wir vorerst verpaßt, allerdings kannten wir es, denn wir kennen diese Stadt, die sich unweit unserer Heimat befindet auch sehr gut. Aber wir hätten es gerne unserem Bruder gezeigt. Etwas später würden die Figürchen wieder hervorkommen, aber solange gedachten wir auch nicht zu bleiben. Jedenfalls standen wir 4 Personen (2 Kinder und R. + ich) dort herum und schauten nach oben, als die beiden Jungs plötzlich erstarrten und zu mir hinauf schauten, denn ich stand auf der oberen Stufe - etwas oberhalb von ihnen. 

Sie hörten mir nicht mehr zu und waren ganz gebannt von etwas, was neben mir stehen mußte, und ich hörte, wie sie leise und völlig überrascht: „Jesus! Jesus! Jesus!“ sagten. Das überraschte mich nun, und ich drehte mich zur Seite, und ca. einen Meter neben mir stand unerklärlicherweise jemand, der da vorher nicht gewesen war. Es war ein junger Mann um die dreißig in einer jüdischen Tracht mit langen Locken und einem kleinen Hütchen auf dem Kopf, und er wirkte so, als wenn er genau dort hingehören würde. Also nichts, was irgendwie fremd war. Mir kam er sehr bekannt vor, und da ich selbst als Lieblingsbild Jesu das Bild nach den Angaben der Faustina schätze, so fiel mir zwar eine Ähnlichkeit auf, aber es paßte irgendwie nicht zu der Bekleidung, und ich selbst hing dann irgendwie innerlich fest.

Ich schaute dabei zu den Kindern und rief sofort aus, daß ich den Mann kennen würde, aber das sei nicht Jesus. Mir war gar nicht bewußt, daß dieser Mann ja neben mir stand, - wie überhaupt alles anders war. Nichts um uns herum sprach uns an. Es gab nur den jungen Menschen und uns, genaugenommen gab es in diesem Moment nur Jesus und mich, und doch getraute ich mich nicht, Ihn zu erkennen. Also drehte ich mich wieder zu den Kindern und unserem Besuch und dann wieder zu Ihm hin – und Er war weg. Für uns völlig überraschend war Er weg, und wir hätten es bemerken müssen, denn auf einer großen Treppe auf einem großen und freien Platz verschwindet niemand einfach so.  

„Oh Papa!“ riefen die Kinder, „Das war Jesus!“ Ich war völlig zerknirscht, denn sie hatten recht, es war Jesus, und wir schwiegen dann innerlich bestürzt, und ich fühlte mich nicht so gut. „Okay!“, sagte ich dann: „wenn wir Ihn wiedersehen, dann stürzen wir auf ihn zu, und dann kommt Er uns nicht so einfach davon!“ Wir gingen mit diesem Kompromiß irgendwie weiter, und jeder fühlte sich dann innerlich beschwingt.  

Als wir dann in einem kleinen Bücherladen von „Weltbild“ standen, sahen wir, wie Jesus in der Ecke der Religionsbücher stand. Er drehte sich um und kam uns entgegen, und wir standen nur da - und kurz bevor Er bei uns war – war Er weg. Ich weiß nicht, wie wir reagiert hätten, aber es war schon ein unglaublich großartiges Gefühl. Uns war die ganze Bedeutung dieses Vorfalls in diesem Moment nicht so bewußt, wir waren ein wenig betäubt, und erst später wurde uns klar, was da geschehen ist.

Jahre vorher, schon bei der Lektüre des Lorberwerkes, war es der sehnlichste Wunsch von mir und meinem Bruder, daß wir Jesus so konkret sehen wollten, wie wir es diesmal getan hatten. Doch damals hatten wir Ihn nicht gesehen oder wir waren noch zu unreif gewesen und konnten Ihn deshalb vielleicht auch nicht erkennen. Bei dieser Begegnung erinnerte ich mich an die Heftenreihe von Max Seltmann und besonders daran, wie traurig Ursus war, weil er den Vater nicht rechtzeitig angetroffen hatte – und dann war Er da."

Soweit also diese rührende Geschichte. In der nächsten Folge wollen wir sehen, was die Heilige Schrift zu den materialisierten Engel unter uns sagt und wir wollen uns sensibilisieren, daß

1. wir in jedem Menschenherzen Jesu selbst sehen können und sollen,

2. daß unser Leben in allem wahr sein muß, denn wir können damit rechnen, dass die geistige Welt ein wachsames Auge auf uns hat und

3. daß, wenn wir um Göttlichen Beistand bitten, wir diesen in jedem Falle auch erhalten.

Jesus segne Dich!

 

 

 

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Wahre Sabbatruhe


 

Gott hat dem Menschen eine Sabbatruhe verordnet und das nicht wegen Ihm, sondern für das Beste der Menschen selbst.

Nun ist es auf der einen Seite sehr belustigend, auf der anderen Seite äußerst betrüblich, wie die Bibel-Christen darüber streiten, ob der siebente Tag in der Woche nun der Samstag oder der Sonntag sei. Christen, welche am Buchstaben hängen streiten sich in den Himmel und vergessen um was es eigentlich geht. Die Ruhe hat nichts mit dem Wochentag zu tun, sondern die Ruhe ist ein Zustand für den Leib, die Seele und vor allem den Geist, weil nur in der von Gott verordneten Ruhe der innere Frieden gefunden werden kann. Diese Ruhe ist der Friede. Dieser Zustand der inneren Ruhe soll selbstverständlich ein permanenter Zustand sein.

Das Alte Testament spricht im dritten Gebot vom Sabbat, den man heiligen sollte. Diese Feier des siebten Tages in der Woche war eine ausgesprochen materielle, denn eine Geistige war erst nach der Ausgiessung des Heiligen Geistes möglich. Jesus hat uns darauf vorbereitet in dem Er die Pharisäer provozierte und sich oft am Sabbat so verhielt, wie es eben nach den jüdischen Tempel-Gesetzen verboten war. Das Ziel des ganzen Evangeliums ist ja, daß wir die Ruhe, den Frieden im Geiste finden, und deshalb haben wir die Alttestamentliche Entsprechung des Sabbats, daß man wenigstens einen Tag in der Woche sich vom materiellen Leben (Geld verdienen) löst und Gott gedachte. Und genau diese Alttestamentliche Sabbat-Tradition finden wir beim Grossteil der Christenheit noch heute. Am Sonntag (manchmal eben auch am Samstag) geht man zum "Gottesdienst" – jedenfalls wenn nicht etwas Wichtigeres angesagt ist wie ein Ski-Tag oder ähnliches.

Die Ruhe oder der Friede im Geiste ist aber nicht möglich, wenn nicht der ganze Mensch, also auch der Körper und die Seele von dieser Ruhe erfasst wird. Ein friedvoller Mensch, welcher die innere Ruhe gefunden hat, steht über jedem Ärger und kennt nicht einmal mehr Missmut. Bei allem Unbill, den er ertragen muß, bleibt er ungerührt in der Ruhe und strahlt diese Ruhe, diesen Frieden auf seine Umgebung aus.

Damit wir zu dieser Geistesruhe gelangen können sollten wir einiges beachten, das auch im Alltag geübt werden kann.

Die Ruhe des Leibes

Der Leib ist vom Schöpfer so eingerichtet, dass er der regelmässigen Ruhe bedarf um funktionstüchtig zu bleiben. Der Leib ist der Tempel Gottes, wie uns Paulus erklärt und deshalb sollen wir zu ihm Sorge tragen. Der Schlaf ist die natürlichste Ruhezeit für den Leib. Aber der Schlaf nützt nichts, wenn wir aus welchen Gründen auch immer verkrampft einschlafen und uns am morgen beim Aufstehen wie gerädert vorkommen. Deshalb sollen wir uns vor dem Einschlafen durch eine kurze Übung entspannen, indem wir uns allen Muskelpartien der Reihe nach bewußt werden und sie bewußt lockern um sie von allen Anspannungen zu lösen.

Natürlich tun wir das nicht nur nachts im Bett, sondern wir entspannen uns auch bewußt wenn wir uns hinsetzen. Selbst beim autofahren entledigen wir uns den unnötigen Anspannungen, so daß die Muskeln zur Ruhe kommen und eine gesunde und normale Durchblutung möglich ist.

Nebst den Muskeln soll auch die Atmung ein Gegenstand unserer Aufmerksamkeit sein. Ein flacher Atem fördert zuwenig Sauerstoff für die Zellen, was verheerende Folgen hat. Nicht nur das Gehirn leidet an Konzentrations-Unfähigkeit, auch die Verdauung kann nicht richtig funktionieren. Viele Leiden, welche absolut unnötig wären, werden nur schon damit hervorgerufen.

Ich möchte in diesem Aufsatz nicht näher darauf eingehen, damit wir uns nicht in den Details verlieren. Aber es ist empfehlenswert, sich mit diesem Thema zu befassen und ein gutes Buch auszuwählen, das dieses Thema tiefgründiger erklärt.

Die Ruhe der Seele

Die Ruhe der Seele ist schon eine viel wichtigere Voraussetzung, daß auch dem Geist in die Ruhe wachsen kann. Ist die Seele der Unruhe ausgesetzt, so ist es dem Geiste nicht möglich, Sein eigentliches Lebensziel zu finden, weil Er durch die friedlose Seele immer wieder im Wachstum gebremst wird.

Ein grosser Unruhe-Herd für die Seele ist das Weltgetümmel. Einerseits ist es der schon etliche Male erwähnte Fernseh-Kasten, der immer noch in christlichen Haushalten zu finden ist, dann das neue Medium Facebook, dem auch so viele Christen erlegen sind und ihre wertvolle Zeit mit diesem dummen Nonsens vergeuden.

Der wohl grösste Unruhe-Herd für die Seele sind wohl die Sorgen, das Pläneschmieden und im Allgemeinen das meist unbewusste Suchen nach der Selbstbestätigung des eigenen Egos.

Ist es uns Ernst mit der Nachfolge Jesu, dann setzen wir hier (und heute) den Hebel an und zwar in der eben geschilderten Reihenfolge. Unsere Seele muß frei von Sorgen sein, denn daß Gott für uns in Allem sorgt, ist nicht nur eine Redewendung, sondern ist in der Tat Wahrheit. Sorgen wir uns aber selbst, dann entziehen wir Gott das Sorgerecht für uns und Er wird es dann eben bleibenlassen und überlässt uns uns selbst.

Das Pläneschmieden ist ein übles Ding. Auf der einen Seite haben wir unsere eigene Vorstellung der Zukunft und planen diese auch mit mehr oder weniger Erfolg. Wenn wir aber gleichzeitig Gott bitten unser Führer zu sein, dann hat Gott zwangsläufig ein Problem: Soll Er jetzt eingreifen und Seinen Plan geltend machen oder soll Er dem betreffenden Menschen seinen eignen Willen lassen, was ja auch eine Maxime Gottes ist. Wir können dieses Problem für Gott lösen, wenn wir entweder das eigene Plänemachen seinlassen, oder aber Gott nicht blasphemisch um etwas bitten, wenn wir sowieso nicht gedenken zu gehorchen, wenn Gottes Pläne sich nicht mit unseren eignen Pläne decken.

Eine Seele welche immer wieder darauf bedacht ist, eine Bestätigung für das erfolgreiche eigene Wirken zu suchen, wird schwerlich zur Ruhe kommen. Schon in der Aussage: ".. habe ich es nicht schon vorher gesagt …?" kommt dieses Suchen nach Geltung des Egos zu Tage.

Bitten wir Jesus, Er möge uns alle die heiklen Punkte in unserer Seele aufdecken, damit wir diese eliminieren können. Bittet man so, dann ist es erstaunlich, wie schnell und wie gründlich Gott reagiert! Sind wir im Ernst darauf bedacht, Ruhe in unsere Seele zu bringen, dann hilft uns Gott tatkräftig dabei!

Die Ruhe des Geistes

Die Ruhe des Geistes Gottes, oder des Geistfunkens in uns, können wir vor allem mit der bewussten Beruhigung der Seele fördern. Der Geist Gottes kann dann nur dadurch in die wahre Ruhe eingehen, wenn die Seele sich der steten Gegenwart Gottes im Herzen bewußt wird. Und das ist ja nur dann möglich, wenn sie sich von aller weltlichen Hektik und Ablenkung lossagt.

Ist dieses stete Bewusstsein der Gegenwart Gottes einmal der wichtigste Teil des menschlichen Erdenlebens überhaupt, dann wird der wahre Frieden nicht nur für die betreffende Seele, sondern auch für die ganze Umgebung offenbar. Dieser innere Frieden ist die wahre Sabbatruhe.

 

Jesus segne Dich!

 

Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.